Was hält Sie vielleicht davon ab, eine Behandlung aufzusuchen?

Es gibt eine Reihe von Gründen, die Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung davon abhalten kann, sich in Behandlung zu begeben. So haben einige Betroffene das Gefühl, dass sie ihre Probleme auf jeden Fall alleine lösen müssen und es ein Zeichen von Schwäche oder Versagen ist, wenn sie es nicht schaffen, das Trauma allein zu bewältigen. Manche Betroffene befürchten, dass andere Menschen schlecht über sie denken, wenn sie erfahren, dass sie sich in Psychotherapie befinden. Es ist hier wichtig, sich klarzumachen, dass das Trauma ein außergewöhnliches Ereignis ist, das sich dadurch auszeichnet, dass es unsere normalen Bewältigungsfähigkeiten überfordert. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine normale Reaktion auf ein extremes Ereignis. Der Anspruch, auf alle Fälle allein damit fertig werden zu müssen, ist daher für dieses Problem nicht angemessen. Therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen zeugt bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung vielmehr von einer besonderen Einsicht und dem Mut, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Andere Betroffene Zögern, sich in eine Behandlung zu begeben weil die Aussicht, über das Trauma zu spreche, sie abschreckt. Wie wir gesehen haben, ist die Auseinandersetzung mit dem Trauma in der Therapie wichtig, um die Erinnerung an das Trauma als etwas Vergangenes wahrnehmen zu lernen und Albträume und das ungewollte Wiedererleben abzubauen. Therapeuten haben Verständnis dafür, dass die Auseinandersetzung mit der Erinnerung an das Trauma schwierig ist, und werden Sie behutsam unterstützen. Sie werden Ihnen die Kontrolle für jeden Schritt der Therapie geben und sind geschult darin, Sie so anzuleiten, dass die Auseinandersetzung mit dem Trauma nicht überwältigend wird.